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Spieltag 3 (20.10.2024): SV Blau-Weiß Auma I – HSV Weimar II 24:27 (10:13)

Heimpleite für dezimierte Blau-Weiß-Männer: Bitterer Kampf gegen Weimar

Die Luft in der Halle war zum Schneiden – nicht nur wegen der Spannung, sondern auch wegen der prekären Lage, in der sich die Männer des SV Blau-Weiß Auma derzeit befinden. Kurz vor dem Duell gegen den HSV Weimar kam die nächste Hiobsbotschaft: Ein weiterer Spieler meldete sich verletzt. Die Liste der Ausfälle wuchs an und mit ihr die Sorgen. So fehlte am Ende nahezu die gesamte Aufbaureihe. Es war so dramatisch, dass Trainer Kay-Uwe Neudeck selbst das Trikot überstreifte und auf der Platte stand, um die Lücken zu füllen.

Trotz dieser Rückschläge starteten die Hausherren erstaunlich stark in die Partie. Im Tor zeigte Leon Geiler eine überragende Leistung und hielt sein Team mit großartigen Paraden im Spiel. Durch einen Doppelpack von Jaques Wolfrum konnten die Blau-Weißen sogar kurzzeitig mit 5:3 in Führung gehen. Doch schon da war zu spüren: Dieses Team musste improvisieren. Die Abstimmung in der neuen Formation war nicht perfekt, und während die Deckung solide stand, stockte der Angriff immer wieder. Chancen blieben ungenutzt. Die Gäste aus Weimar erkannten die Schwächen und nutzten sie mit schnellen Gegenstößen eiskalt aus. So gerieten die Hausherren etwa zehn Minuten vor der Pause mit 6:10 in Rückstand. Und doch, es war Leon Geiler, der seine Männer immer wieder im Spiel hielt. Mit beeindruckenden Reflexen sorgte er dafür, dass es zur Halbzeit „nur“ 10:13 stand – Auma war noch lange nicht aus dem Rennen.

Der Beginn der zweiten Halbzeit gab kurzzeitig Hoffnung. Die Blau-Weißen kamen heran und zeigten Kampfgeist. Doch dann schien die Kraft nachzulassen. Die Gäste erhöhten das Tempo, während Auma vorne zu oft vergab. Die Folge: Weimar zog bis zur Mitte der zweiten Halbzeit auf 14:21 davon. Beim 16:23, nur zehn Minuten vor dem Ende, schien das Spiel entschieden. Doch die Männer aus Auma gaben sich nicht auf – im Gegenteil. Mit unermüdlichem Einsatz kämpften sie sich zurück, zeigten Moral und schafften es, vier Minuten vor Schluss auf 24:26 zu verkürzen. Plötzlich wackelten die Gäste, Auma war drauf und dran, das Unmögliche zu schaffen. Doch dann kam das, was das Spiel endgültig entscheiden sollte: Ein nicht geahndetes Zeitspiel der Weimarer und ein äußerst fragwürdiger Siebenmeter gegen Auma. Diese Entscheidung besiegelte die 24:27-Niederlage, die sich am Ende härter anfühlte, als sie hätte sein müssen. Es war eine kämpferische Leistung der Aumaer, die mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit im Abschluss vielleicht sogar das Spiel gedreht hätten.

Am Ende bleibt der bittere Geschmack einer Niederlage, die zeigt: Dieses Team gibt nie auf, auch wenn die Voraussetzungen alles andere als gut sind.

Auma spielte mit:Leon Geiler, Philipp Kopp, Andreas Röhler (6), Jacques Wolfrum (5), Oscar Weise (3), Patrick Mattke (1), Lucas Hempel (5), Andre Grille und Kay-Uwe Neudeck